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By October 2, 2016Blog
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Our founder and managing partner Sunnie J. Groeneveld is portrayed by Finanz und Wirtschaft, Switzerland’s oldest financial business newspaper, for their weekend edition of Saturday, October 1, 2016. The portrait is here reprinted in full and was written by journalist Valentin Ade:

Auf der Rutsche zum Erfolg

Der 2. Juli 2015 war für Sunnie Groeneveld ein «sehr bedeutsamer Moment». Die Zürcherin hatte ein nicht alltägliches Vorstellungsgespräch: Im Stadthaus Zürich stand sie vor der politischen Führung von Stadt und Kanton und den Chefs von einigen der grössten Unternehmen des Landes. Ihr Auftrag fortan: Sie sollte als Chefin innerhalb von eineinhalb Jahren «DigitalZurich2025» (heute «digitalswitzerland») aufbauen und die Gesamtprojektleitung der fünf Hauptinitiativen verantworten. Die Initiative will nichts weniger als die Schweiz zum führenden digitalen Innovationsstandort europaweit machen. Ein erfrischend unschweizerischer Anspruch und eine beeindruckend naive Zielsetzung zugleich.

Doch wie kommt eine damals 27-jährige in diese Position? Es begann mit einem Austauschprogramm der Kantonsschule Enge nach San Francisco. «Rückblickend eine sehr wegweisende Reise» sagt Groeneveld. Später sondierte sie mit ihrer US-Gastschwester per Road-Trip verschiedene Universitäten. Eine tat es ihr besonders an: Yale – ausgerechnet eine Elite-Uni, Ablehnungsquote: rund 95%. Doch: «Es war Liebe auf den ersten Blick.»

Also legte sie sich ins Zeug, machte die Matur als Jahrgangsbeste und «büffelte neben den Abschlussparties munter weiter». Als sie dann die ersehnte Zusage aus Connecticut erreichte, war dies «der glücklichste Moment meines Lebens». In Yale beschränkte sie sich aber nicht nur auf ihr Wirtschaftsstudium. Fasziniert von der herrschenden Einstellung aus dem Studentenheim heraus ein Unternehmen zu gründen und erschreckt von der Welle schlechter Nachrichten der Finanzkrise 2008 gründete sie HappyHap: Eine Website für gute Nachrichten aus der später die Studentenorganisation Inspire Yale hervorging. Nebenher leitete sie als Basketball-Spielertrainerin eines der Uni-Teams.

«Wenn das deine Komfortzone ist», sagt Groeneveld und zeigt auf den Kaffeebecher vor sich. «Dann wird hier Grossartiges passieren» und platziert die Untertasse 30 Zentimeter weiter weg. Groenevelds Komfortzone erstreckte sich bald von der West- bis zur Ostküste. Im Westen erlebte sie bei Praktika das Start-up-Arbeitsklima. «Rutschbahnatmosphäre», nennt sie es (bei Google erreicht man die Kantine per Rutsche – auch in Zürich). Im Osten hingegen lernte sie auch das althergebrachte hierarchische Klima der Finanzwelt kennen.

«Macht die Rutschbahn einen wirtschaftlichen Unterschied», fragte sich die Arbeitsökonomin und kam in einer Forschungsarbeit zum Schluss: Ja, macht sie. Die Arbeit wurde zur Grundlage für Inspire 925, Groenevelds Unternehmen gegründet 2013. Inspire 925 hilft Firmen dabei, eine gute Arbeitsatmosphäre zu etablieren und Mitarbeiterengagement zu fördern, oft auch durch den Einsatz von digitalen Tools. Ihre bisherigen Erkenntnisse und Beispiele wie Firmen ihre Mitarbeiter aktivieren hat sie in ihrem Buch «Inspired at Work» festgehalten.

Um Engagement und Zusammenarbeit ging es auch bei «digitalswitzerland». Nach dem Aufbau der Standortinitiative endet Groenevelds Mandat in einem Monat. Sie sei stolz auf die bisherigen Erfolge, nun will sie mit ihrer Firma aber neue Projekte in Angriff nehmen.

Author Lyle Tölle

Lyle is a Managing Partner of Inspire 925. He is a recipient of the "Future Leaders Project Award", a licensed fitness instructor and rhetoric coach. He studied psychology at the University of Zurich.

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